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Private Rentenversicherung: So schließt Du Deine Rentenlücke

Geschrieben von WIFIX AG | 14.35.2026


Immer mehr Menschen schließen frühzeitig eine private Rentenversicherung ab, da die gesetzliche Rente später meist nicht mehr zum Leben reicht. Doch ehe Du Dir die verschiedenen Angebote für eine private Rentenversicherung genauer ansiehst, solltest Du zunächst selbst berechnen, wie viel Du im Alter brauchst. Wie hoch Deine gesetzliche Rente später ausfallen wird, kannst Du direkt bei der Deutschen Rentenversicherung erfragen. Allerdings zeigt der derzeitige Stand nicht genau den Betrag, den Du später auch tatsächlich erhältst – denn natürlich spielt auch Dein weiterer beruflicher Werdegang eine entscheidende Rolle. Eine Basis zur Berechnung Deiner individuellen Rente sind diese Zahlen dennoch.

Bei der Berechnung solltest Du bereits vorhandene Vermögenswerte berücksichtigen, denn sie verkleinern Deine tatsächliche Rentenlücke. Weitere Standbeine zur Altersvorsorge sind beispielsweise eine abbezahlte Eigentumswohnung, ein Haus oder eine kapitalbildende Lebensversicherung.

Vergiss bei der Berechnung nicht, dass die Preisentwicklung ebenfalls eine Rolle spielt. Es ist fraglich, ob die Benzin- und Lebensmittelpreise im Rentenalter noch genau dieselben sind wie heute – sie werden eher höher liegen. Auch Energie- und Mietkosten werden sich bis dahin verändert haben und voraussichtlich steigen. Berücksichtige diesen Punkt also in jedem Fall, ehe Du einen Vertrag für eine private Rentenversicherung abschließt.

Genau wie bei anderen Vorsorgemöglichkeiten gilt: Je früher Du mit dem Sparen beginnst, desto höher fällt am Ende Deine Rendite aus. Entscheidest Du Dich also erst mit 50 Jahren dazu, eine private Rentenversicherung abzuschließen, fallen die monatlichen Beiträge deutlich höher aus – da die verbleibende Zeit bis zum Rentenbeginn sonst nicht ausreicht, um eine nennenswerte Rente aufzubauen.

Klassische Rentenversicherungen mit Garantiezins legen Dein Geld überwiegend sicherheitsorientiert an, und das drückt langfristig die Rendite. Andere Sparvarianten können hier durchaus eine lohnenswerte Alternative sein. Abhängig von Deiner familiären und finanziellen Situation kann auch eine geförderte Altersvorsorge – etwa eine Basisrente – eine bessere Alternative für Dich sein. Ein Riester-Vertrag ist noch bis Ende 2026 möglich, wird danach aber durch das neu eingeführte, staatlich geförderte Altersvorsorgedepot abgelöst. Bestehende Riester-Verträge laufen davon unberührt weiter.


Den richtigen Anbieter für eine private Rentenversicherung findest Du am besten durch einen Vergleich. Sicherlich kannst Du Dich zunächst bei einem bekannten, vielleicht direkt vor Ort ansässigen Versicherer nach entsprechenden Angeboten erkundigen. Selbst bei Sparkassen und Banken gibt es entsprechende Produkte. Dennoch lohnt es sich, einen unabhängigen Versicherungsmakler hinzuzuziehen – denn sowohl die Versicherer vor Ort als auch Banken und Sparkassen bieten jeweils nur ihre eigenen Produkte an. Ein unabhängiger Makler hat eine deutlich größere Produktauswahl und kann Dir den passenden Tarif empfehlen – unabhängig vom Anbieter.

Bei der Kapitalauszahlung einer privaten Rentenversicherung sind die Erträge unter zwei Voraussetzungen nur zu 50 % steuerpflichtig (Halbeinkünfteverfahren): Du musst mindestens 12 Jahre in die Rentenversicherung einbezahlt haben, und die Auszahlung darf nicht vor Vollendung des 62. Lebensjahres erfolgen – bei Verträgen, die vor 2012 abgeschlossen wurden, gilt noch die Grenze von 60 Jahren. Sind diese Voraussetzungen nicht erfüllt, wird der volle Ertrag mit dem persönlichen Steuersatz versteuert. Weitere Informationen dazu bekommst Du beim jeweiligen Versicherer oder direkt bei einem Steuerberater.