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Sterbegeldversicherung: Vorsorge für die eigene Beerdigung

Hand an einem Grabstein als Symbol für die Absicherung der Bestattungskosten durch die Sterbegeldversicherung


Wer sich für den Abschluss einer privaten Sterbegeldversicherung interessiert, steht vor einer großen Auswahl an Tarifen – die sich nicht nur im Preis, sondern auch bei den Leistungen deutlich voneinander unterscheiden. Wir zeigen Dir deshalb, woran Du beim Abschluss unbedingt denken solltest. Denn die Bestattungskosten können schnell in den vierstelligen Bereich gehen und müssen am Ende von Deinen Hinterbliebenen getragen werden.

Frau mit Häkchen-Symbol als Sinnbild für den Abschluss einer Sterbegeldversicherung

Die richtige Versicherungssumme beim Sterbegeld wählen

Grundsätzlich wird eine Sterbegeldversicherung mit einer vergleichsweise niedrigen Versicherungssumme abgeschlossen, weil es in erster Linie darum geht, die Kosten für die Beerdigung abzudecken. In der Regel wählt man als Versicherter eine Summe zwischen 5.000 und 15.000 Euro. Welche Summe sinnvoll ist, hängt vor allem davon ab, welche Bestattungsform Du Dir wünschst. Eine Erdbestattung mit Trauerfeier, Zeitungsanzeige und Grabstein kostet schnell zwischen 7.000 und 10.000 Euro oder mehr – je nach Region und individuellem Aufwand. Die Höhe der Versicherungssumme beeinflusst dementsprechend die Höhe der monatlichen Beiträge.

Die Gesundheitsprüfung bei der Sterbegeld­versicherung

Im Gegensatz zur Risikolebensversicherung ist eine Gesundheitsprüfung bei einer Sterbegeldversicherung nicht zwingend erforderlich. Das macht sie besonders interessant für Menschen mit Vorerkrankungen. Grundsätzlich gibt es zwei Wege: Entweder Du verzichtest auf die Gesundheitsprüfung und akzeptierst dafür eine Wartezeit von je nach Anbieter 6 bis 36 Monaten, oder Du schließt einen Tarif ohne Wartezeit ab und beantwortest dafür Gesundheitsfragen zu Vorerkrankungen, Nikotin- und Alkoholkonsum sowie riskanten Hobbys. Tarife ohne Wartezeit sind in der Regel teurer. In beiden Fällen gilt: Tritt der Tod infolge eines Unfalls ein, zahlen die meisten Versicherer die volle Summe auch innerhalb der Wartezeit aus.

Sterbegeldversicherung oder Risikolebens­versicherung?

Auf den ersten Blick erscheinen Risikolebensversicherung und Sterbegeldversicherung ähnlich – tatsächlich verfolgen sie aber unterschiedliche Zwecke. Bei der Sterbegeldversicherung ist die Versicherungssumme so gering, dass lediglich die Kosten der Bestattung gedeckt werden. Bei der Risikolebensversicherung geht es dagegen vor allem darum, einen langfristigen Gehaltsausfall durch den Tod des Versicherten abzudecken. Zudem ist der Abschluss einer Risikolebensversicherung aufwendiger, da eine Gesundheitsprüfung verpflichtend ist – zum Beispiel mit Fragen zu Körpergewicht, Vorerkrankungen, Infektionen und Allergien. 

Ein weiterer Unterschied: Die eingezahlten Beiträge gehen beim Sterbegeld nicht verloren, wenn der Versicherte die Versicherungsdauer überlebt – anders als bei der Risikolebensversicherung, bei der die Beiträge ohne Gegenleistung entfallen, wenn kein Todesfall eintritt. Die Sterbegeldversicherung kann man also durchaus auch als eine Art Sparvertrag bezeichnen.

Die Kosten einer Sterbegeldversicherung richtig einschätzen

Für die meisten Menschen ist die Beitragshöhe ein wichtiger Faktor beim Abschluss einer Sterbegeldversicherung. Deshalb solltest Du Dir vorab genau überlegen, welche Art von Bestattung Dir wichtig ist. Als Orientierung: Wählst Du eine Police mit einer Versicherungssumme von 8000 Euro, musst Du als 60-Jähriger je nach Anbieter und Tarif mit einem monatlichen Beitrag von etwa 30 bis 45 Euro rechnen. Je früher man eine Sterbegeldversicherung abschließt, desto niedriger fallen die Beiträge aus. Hier zeigt sich ein wichtiger Vorteil gegenüber der Risikolebensversicherung: Für Menschen im Alter von etwa 60 Jahren gibt es bei der Risikoversicherung kaum Anbieter, die eine Police noch lebenslang und zu überschaubaren Konditionen anbieten.

Mann mit Taschenrechner als Symbol für die Beitragsberechnung der Sterbegeldversicherung

Welche Alternativen gibt es zur Sterbegeldversicherung?

Möchte man als Verbraucher in erster Linie nur die Kosten einer Beerdigung decken, dann ist eine Sterbegeldversicherung in der Regel die beste Lösung. Doch es gibt natürlich auch Menschen, denen es wichtig ist, dass weitere organisatorische Details schon zu Lebzeiten geregelt sind. Eine Option ist der Abschluss einer sogenannten Bestattungsverfügung, bei der sämtliche Wünsche zur eigenen späteren Bestattung schriftlich festgehalten werden. Ebenfalls gibt es die Möglichkeit, sich für einen speziellen Vorsorgevertrag mit einem Bestattungsunternehmen zu entscheiden, der alle Angelegenheiten rund um die Beerdigung verbindlich regelt. Wer die Kosten vorab begleicht, entlastet seine Angehörigen im Todesfall sowohl organisatorisch als auch finanziell vollständig.

Auf den richtigen Anbieter kommt es an

Ganz egal, für welche Sterbegeldversicherung Du Dich entscheidest: Es lohnt sich immer, verschiedene Tarife miteinander zu vergleichen. Insbesondere bei der Höhe der monatlichen Beiträge gibt es zum Teil sehr große Unterschiede. Ein Online-Vergleich hilft Dir dabei, den Anbieter mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis zu finden. Da im Kleingedruckten oft wichtige Details stecken, empfiehlt sich zusätzlich eine unabhängige Beratung – sie ist in der Regel kostenlos und unverbindlich.

Beispiel: So kann die Leistung einer Sterbegeld­versicherung aussehen

Unser fiktiver Versicherter hat ein langes, erfülltes und glückliches Leben geführt und ist im Kreise seiner Lieben eingeschlafen. Die Sterbegeldversicherung zahlt den Hinterbliebenen nach Einreichung der Sterbeurkunde und entsprechend dem eingetragenen Bezugsrecht die versicherten 8.000 Euro aus. Diese werden zur Organisation der Beerdigung und der anfallenden Bestattungskosten für Sarg, Überführung, Grabstein, Grab und sonstige Kosten verwendet.

Themen: Vorsorge